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Wie (und warum) du dir einen Jahresrückblick gönnen solltest

Geschrieben von Katja von Glinowiecki am .

Wenn du es ernst meinst mit dem Erreichen deiner Ziele im Jahr 2022, solltest du dir Zeit nehmen für einen Rückblick auf dein vergangenes Jahr.

In vielen Unternehmen ist das Jahresende die Zeit für Leistungsbeurteilungen und Feedbackrunden mit dem Chef. Oft mehr ein Muss für Bonus & Zielerreichung als eine Option zum Rückblick auf die positiven Entwicklungen und Erfolge des gesamten Jahres. Deshalb mein Tipp: Nimm du dir selbst die Zeit, das vergangene Jahr in seiner Gesamtheit zu betrachten. Ohne Chef oder Unternehmen im Rücken.

12x Erfolg, Positives, Erfreuliches

Für jeden Monat eine Situation, ein erreichtes Ziel, eine kleine oder große Freude zu benennen und aufzuschreiben. Gar nicht so leicht, wenn du 365 Tage zurückdenken sollst.

Wenn wir nicht zurückblicken, wie sollen wir dann vorankommen? Eine berechtigte Frage bei dieser Übung. Denn Ziel ist es nicht, sich über nicht Geschafftes und über Bord geworfene gute Vorsätze zu ärgern. Es geht vielmehr darum, die eigenen Leistungen zu würdigen. Machen wir viel zu selten!

Und es geht darum, nach vorne zu blicken und sich Ziele für das neue Jahr vorzunehmen. Große Träume in einer Bucket List zu formulieren und sich kleine erreichbare (!) Ziele zu setzen.

Dazu gehören auch die Bestandsaufnahme und der Rückblick auf das vergangene Jahr. Sei nett zu dir, denn für einige nicht erreichte Ziele kannst du nichts.

  • War das Berufspraktikum nicht möglich?
  • Warst du dieses Jahr mehr im Homeschooling als im Präsenzunterricht?
  • Hast du deine Kommilitonen per zoom kennengelernt?
  • Den Hörsaal und die Profs kennst du nur aus der virtuellen Welt?
  • Dein erster Job und du kannst dich kaum motivieren, weil du deine Kollegen noch nie live gesehen hast?
  • Karriereplanung schwierig, da kein Chef sich derzeit festlegen möchte?

Setz deinen Fokus auf das Positive und du wirst sehen, was du trotz aller Widrigkeiten und schlechter Vorzeichen geschafft hast.

Deine persönliche Inventur

Deinen Jahresrückblick kannst du ganz unterschiedlich strukturieren. Unterteile das Jahr in 12 Monate oder auch nur in 4 Quartale. Was hast du in dieser Zeit erreicht? Denke an alle Lebensbereiche: Karriere (Schule, Ausbildung, Studium, Berufliches), Geld & Finanzen, Gesundheit & Wohlbefinden, persönliche Entwicklung und Beziehungen zu Freunden & Familie, …

Sobald du das Jahr für dich unterteilt hast und noch keine Pause brauchst, beantworte dir dann folgende Fragen:

1. Was waren drei bis vier Hochs und drei bis vier Tiefs über das gesamte Jahr?
2. Was hat dich motiviert, diese Höhepunkte zu erreichen? Und wie hast du die Tiefpunkte erfolgreich weggesteckt?
3. Was hat funktioniert und was hat nicht funktioniert? Oder was musst du mehr oder weniger tun?
4. Was hat dich am meisten gestresst, und wie könntest du entspannter damit umgehen?
5. Und vor allem: Wofür warst du 2021 am dankbarsten, und wie kannst du das ins Jahr 2022 mitnehmen?

Die Antworten auf diese Fragen helfen dir, Ziele für das kommende Jahr zu setzen. Lass es einen Aktionsplan werden, weniger eine Liste mit guten Vorsätzen und unerreichbaren Zielen. Je besser du deine Fortschritte messen kannst, Ziele kleiner steckst, umso eher siehst du Erfolge und bist dadurch motiviert.

Feiere dich und deine Erfolge

Einen Fehler, nicht nur beim Jahresrückblick, machen Menschen, wenn sie sich nur darauf konzentrieren, was sie verbessern wollen. Viel wichtiger für die Selbstmotivation und das Selbstvertrauen ist, sich selbst für Erfolge zu feiern. Meine Erfahrung: oft ist den Leuten gar nicht bewusst, wie viel sie in einem Jahr lernen. Man hangelt sich von Projekt zu Projekt, Klausur zu Klausur, Ereignis zu Ereignis und nimmt sich nur selten die Zeit zum Nachdenken.

Die meisten Menschen erreichen viel mehr, als sie denken! Wenn du das für dich zu Papier bringst, kann das sehr aufschlussreich und motivierend sein.

Geschafft!
Frohes Neues Jahr!

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Katja von Glinowiecki

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